Pastoralraum Dünnernthal

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Landesprogramm Indien

Mit eigener Kraft
aus Verschuldung und Abhängigkeit

Situation im Land
Die indische Regierung betreibt eine Entwicklungspolitik zum Nachteil der Armen und
der Umwelt. Adivasi und Dalits sind besonders benachteiligt. Um zu überleben, nehmen sie Kredite auf, die sie in Schuldknechtschaft führen.
Nach wie vor leben 375 Millionen Menschen in Indien mit Hunger. Viele Nichtregierungsorgani-
sationen (NGO) setzen sich für sie ein. Seit 2014 entzog die Regierung zwei Dritteln aller Organi
sationen – rund 24000 – die FCRA-Registrierung, ohne die NGO keine internationalen Spenden
annehmen dürfen. Hindu-nationalistische Ideologien setzen ein zunehmend repressives
gesellschaftliches und politisches Klima durch und versuchen, Minderheiten mit Zwang zu inte-
grieren. Bisher konnten alle Partnerorganisationen weiterarbeiten – dies setzt aber voraus, dass
sie ihre Aktivitäten ohne grosses Aufsehen durchführen. Dank gemeinsamen Sparkassen befreien sich die Adivasi- und Dalitgruppen von ihren Schulden bei Grossgrundbesitzern, weil sie sich damit gegenseitig aushelfen können. In Schulungen lernen sie ihre Rechte kennen und fordern die ihnen zustehenden staatlichen Dienstleistungen wie den Zugang zu Schulen. Damit sie sich langfristig eine Lebensgrundlage schaffen können, bemühen sie sich um juristische Landtitel. So können die Gruppen – oft nach jahrelangen harten Prozessen – ihre eigenen Lebensmittel anbauen. Weiterbildung ist ein konstanter Bestandteil dieses Befreiungsprozesses. Thematisiert werden dabei unter anderem der Zugang zu Land oder die Verteidigung ihrer Lebensgrundlagen gegen Minenvorhaben.
Ziele im nächsten Jahr
  • 3000 Männer und 4000 Frauen gründen neu eine Spar- und Kreditgruppe.
  • 10000 Familien befreien sich neu von den Schulden bei den Grossgrundbesitzern.
  • 2000 Familien lancieren einen Prozess mit dem Ziel, das Land legal zugesprochen zu erhalten.
  • 2000 Mädchen werden neu eingeschult.
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